Der Stop-Reflex ist eine neuromuskuläre Schutzreaktion auf negativen Stress (Disstress).
Sensomotorische Amnesie in diesem Bereich bezieht sich häufig auf die andauernde, muskuläre Anspannung der gesamten Körpervorderseite.

Stop-Reflex_Thomas HannaEine in sich gekrümmte, um das Beckenzentrum fokussierte Körpergestalt zeigt das Stop-Reflex-Muster am deutlichsten. Die Gelenke sind innenrotiert (nach innen gedreht) und flektiert (gebeugt).

Bildlich gesprochen zieht sich der Mensch aus der Körperperipherie in sein "Zentrum" zurück. Die Körperhaltung symbolisiert Rückzug und Suche nach Sicherheit. So entsteht dieses Reflexmuster z.B. in bedrohlichen Situationen, in welchen negative Gefühle wie Angst, Sorge, Furcht, Unsicherheit und Panik aktiviert werden.

Reflexmuster sind entwicklungsgeschichtlich sehr alt. Ob in grauer Vorzeit oder in der Gegenwart: sie waren und sind zu allen Zeiten in der Natur absolut überlebensnotwendig und schützen uns bei plötzlich auftretenden Gefahren. Dabei ist die Geschwindigkeit, mit der der Stop-Reflex greift, beeindruckend.
So überlebensnotwendig der Stop-Reflex ist: er kann verhängnisvoll werden, wenn die bedrohliche Lage sich nicht entspannt, sondern zu einer Dauersituation wird.

Da auch langanhaltende, Disstress auslösende Lebenssituationen den Stopreflex auslösen und anhaltend stimulieren können, kann eine Entspannungsphase dauerhaft ausbleiben.
Anhaltende Ängste, berufliche Mobbingsituationen, schwierige zwischenmenschliche Konstellationen oder plötzliche Verlusterlebnisse und viele andere Alltagssituationen können diese Entwicklung auslösen.

Bleiben die Symptome zunächst unbemerkt, treten sie jedoch im Verlauf deutlich zu Tage. Sie werden zu einem unangenehmen ständigen "Begleiter".

Muskuläre, lang anhaltende, über eine (zeitlich umschriebene) Reflexreaktion hinausgehende Spannungszustände des Körpers können Teil vieler Krankheitsbilder sein.

 
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